Lehrer-Erfahrungsbericht: HP ProBook x360 11 G3

Testbericht zum HP ProBook x360 11 G3 hinsichtlich der Tauglichkeit im Arbeitsalltag eines Lehrers.

Einrichtung:

Anstrengende 8 Stunden didacta liegen hinter mir und ich sitze zufrieden im ICE. Noch im Zug fange ich an das Gerät einzurichten. Das fällt sehr leicht, denn binnen weniger Minuten ist das Gerät fertig eingerichtet und einsatzbereit. Es fällt direkt auf, dass das Gerät klein, handlich und robust ist. Das Gehäuse ist nicht tiefschwarz, sondern eher dunkelgrau mit kaum wahrnehmbaren kleinen hellen Punkten. Etwas verspielt aber sehr angenehm, die blaue Gummierung am Rand des Gerätes. Diese schaut cool aus und schützt das Gerät noch zusätzlich. Übrigens, dass x360 im Namen kommt nicht von ungefähr. Man kann den Bildschirm einmal ganz umklappen, sodass die Tastatur hinter dem Bildschirm ist, falls man mal nur im Tablet-Modus arbeiten möchte.

Seit gut einer Woche teste ich nun ein sogenanntes Convertible, welches auf den charmanten Namen „HP ProBook x360 11 G3 “ hört. Speziell für den Bildungsbereich ausgelegt habe ich den kleinen Begleiter (30,3 x 20,8 x 2 cm; 1,45 kg) hinsichtlich der Tauglichkeit im Arbeitsalltag eines Lehrers getestet.

Tagebucheintrag, 26.02.2019:

1./2. Stunde: Berufsfachtheorie im Ausbildungsberuf Tischler(in).

Natürlich nehmen meine zukünftigen Gesellen das HP sofort in Augenschein. Ein bisschen erinnert das Gerät an eine Schiefertafel von früher, als noch mit Kreide darauf geschrieben wurde. Der Vergleich ist gar nicht so abwegig, da statt Schiefer ein stabiler Gorilla® Glass 4 versehender Touchbildschirm vorhanden ist und statt Kreide man einen Stift benutzt. Der Stift ist übrigens im Lieferumfang nicht dabei. Gerade wenn ich das Gerät als Tablet benutze und bspw. in OneNote etwas schreiben möchte, ist der Stift ein tolles Zubehör und kann es nur empfehlen diesen noch dazu zukaufen. Sehr stylisch lässt sich der Stift mittels Schlaufe auch am Gerät anbringen und ist somit stets griffbereit. Alternativ hängt der Stift durch Magnet am Bildschirmrand.
Was anfangs gar nicht so aufgefallen ist und ich so auch noch nie an einem anderen Gerät gesehen habe, ist eine zweite Kamera auf der Tastaturseite. Die Kamera über dem Bildschirm benutze ich zum skypen, die zweite Kamera verwandelt sich zur Frontkamera, wenn ich die Tastatur um 360° nach hinten umklappe. Das mache ich gerne um Erzeugnisse aus Holz im Werkstattbereich zu fotografieren oder zu filmen, um diese dann im Plenum gemeinsam anzuschauen. Gerade im Werkstattbereich erweist sich die Robustheit als sehr nützlich. Da kann das Gerät auch mal auf der Hobelbank liegen, etwas Schmutz wie Holzspäne steckt das Gerät locker weg. Selbst ein Sturz aus der Tischhöhe überlebt das Gerät.

3./4. Stunde: Springstunde

Dieses Zeitfenster wird von mir genutzt um etwaige Kopierarbeiten zu erledigen, Zeugnisse zu schreiben oder mit Ausbildungsbetrieben zu kommunizieren. Die Korrespondenz wird heutzutage meist per Email getätigt. Auch hier glänzt das HP. Die Wlan-Verbindung zum Schul-Wlan baut sich unkompliziert und schnell auf. Es muss nur einmal eingerichtet werden. Beim Schreiben fällt auf, dass der Tastaturanschlag sehr angenehm ist. Für längeres Schreiben sollte man aber vielleicht eine externe Tastatur anschließen. Das gleiche gilt für das Touchpad unter der Tastatur. Diese tut was sie machen soll. Längeres Arbeiten sollte aber durch externe Peripheriegeräte ergänzt werden. Für den Alltag in der Schule reicht es aber völlig aus.

5./6. Stunde: Geschichte

Von der Holzwerkstatt bis zum Geschichtsraum muss ich einmal quer über das Schulgelände laufen. Sehr angenehm: Das HP lässt sich schnell und sicher in die Hülle verstauen. Dort angekommen öffne ich das Gerät und kann direkt loslegen. Der Akku hält stabil und 8 bis 10 Stunden sind ohne Aufladen möglich. Ich verbinde das HP kabellos mit einem unserer neueren Beamer. Kein umständliches Kabelumstecken, einfach per virtuellem Knopfdruck, schon ist das Bild für alle sichtbar. Hier kann ich bequem das Geschichtsbuch als E-Book einsetzen. Mit dem Stift schreibe und markiere ich in das E-Book. Dabei bin ich nicht am Lehrerpult fixiert, sondern kann mich frei im Raum bewegen. Das kabellose Übertragen funktioniert auch an Fernsehgeräten, die mit Screen Mirroring ausgestattet sind.

Nach der Schule ist vor der Schule

Zwar ist der Unterricht vorbei, doch muss ich noch die eine oder andere Stunde nachbearbeiten bzw. vorbereiten: Hier unterstützt mich Office 365 sehr gut. Doch die beste Software nützt mir nichts ohne ausreichende Hardware-Performance. Und hier bietet das HP ProBook x360 11 G3 eine gesunde Balance im Preis-Leistungs-Bereich. Hier muss man für vergleichbare Geräte deutlich mehr bezahlen. Es sei denn, man ist bereit gerne in Äpfel, sorry “Obst“ zu investieren. Die Tage, dass ich mir eine Tasse Kaffee hole, wenn der PC hochfährt, sind jedenfalls passé. Übrigens, sollte mal eine Tasse Kaffee oder Wasser über dem Gerät verschüttet werden, dann steckt das Gerät auch das locker weg, da eine spritzwassergeschützte robuste Tastatur in voller Größe verbaut wurde. Per Bluetooth kann ich meine Maus verbinden, den heimischen Drucker ansteuern und von allein verbindet sich das HP auch mit dem Heimnetzwerk.

Fazit:

Für den täglichen Einsatz in der Schule bietet das HP ProBook X360 11G3 eine gute Leistung. Alle Anwendungen, die man im Office365 benötigt sind problemlos zu öffnen bzw. darin zu arbeiten. Als sinnvoll erwies sich die Anschaffung eines Stiftes. Ebenfalls sollte man sich ein zweites Netzkabel zulegen. Eines bleibt daheim, dass andere in der Schule bzw. in der Arbeitstasche.

Insgesamt geht mein Daumen nach oben, weil 

  • gute Performance
  • niedriger Preis
  • alltagstauglich, weil robust und unempfindlich gegenüber Schmutz, Flüssigkeiten und Stößen.

>> den ganzen Bericht inklusive Bilder finden Sie hier